Das Aufstallen der Absetzer
Der Herbst ist da und die Fohlen sind im Besten Fall bereits abgesetzt, wenn die Weidezeit vorbei ist und die Absetzer das erste Mal in den Stall kommen.
Es gibt Züchter, die über eine Gruppenhaltung verfügen, aber oft sind es einzelne Boxen, in die jetzt die jungen Pferde nach ihrer ersten Weidesaison aufgestallt werden.
Bisher waren sie in der Gruppe und 24 Stunden pro Tag in der Gruppe und konnten sich innerhalb der Gruppe auf der Weide frei bewegen. Dann ist die Haltung in einer Einzelbox unter Umständen ein traumatischer Moment, besonders wenn kaum Kontakt zum Kumpel nebenan besteht.
Auf einem Vollblutgestüt wurden die Boxentrennwände absichtlich bis fast zur Decke gemauert, mit der Begründung, das sei später im Rennstall ja auch so.
Und am ersten Abend kamen die Absetzer einzeln in die Boxe und hatten keinen Sichtkontakt zu den anderen, selbst die Klappe wurde trotz der Gitter komplett geschlossen und die jungen Pferde sich selbst überlassen.
Das kann im Einzelfall so weit gehen, daß ein Absetzer sichtbar abbaut, Stress hat und sogar das Futter verweigert.
Besser sind Trenngitter, die einen Sicht- und Geruchskontakt ermöglichen und wenn das nicht möglich ist, so sollte auf jeden Fall ein kleines Gitter in Kopfhöhe in die Wand integriert werden, wie es auch in oben erwähntem Gestüt gemacht wurde.

Und schon das Aufstallen in der folgenden Saison war mit deutlich weniger Stress verbunden.
Außerdem ist natürlich wichtig, daß in der Box nebenan ein Absatzfohlen steht, das ein befreundetes Fohlen ist. Dafür ist der Kontakt zu der Fohlengruppe und ein Auge für Details wichtig.
Es ist oft auffallend, daß beim abendlichen reinbringen der Absetzer viele erst durch das Gitter schauen und erst dann zum Futtertrog gehen. Pferde sind eben Herdentiere und selten Einzelgänger.
Der obige Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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