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Vorbereitung auf die Zuchtsaison

In der Vollblutzucht beginnt am 15.Februar die Decksaison und das hat unter anderem folgende Gründe:

  1. Die Trächtigkeit der Stute dauert in etwa 11 Monate.
  2. Alle vor dem 1.Januar geborenen Fohlen werden mit dem Jahreswechsel offiziell 1Jahr älter, das heisst im Extremfall daß ein am 31.12. geborenes Fohlen am nächsten Tag als Jährling gilt und damit ist im Grunde genommen die Rennkarriere für die klassischen Rennen wie zum Beispiel dem Derby (nur für 3 jährige) schon futsch.
  3. Für die Lunge und den Bewegungsapparat des Pferdes ist die Bewegung an der frischen Luft, also draußen auf der Koppel ein Muss und das ist im Winter nur schwer ab Tag 1 nach der Geburt zu leisten.

Die Vorbereitungen, das bedeutet die Planung und Buchung des Deckhengstes, die notwendigen Untersuchungen der Stute etc. sind bestenfalls schon erledigt oder sollten jetzt angegangen werden.
Dazu gehören je nach Hengstgestüt verschiedene Bluttests wie Cogginstest und EHV (Equine Herpes Virus) sowie eine Tupferprobe.
Was im einzelnen gebraucht wird erfährt man in den Gestütsbedingungen, die man entweder mit den Buchungsunterlagen bereits erhalten hat oder beim Hengsthalter erfragen kann.

In diesen Bedingungen sollte auch stehen, welche Impfungen die Stute haben muss, um in das Hengstgestüt überhaupt reisen zu können.
In der Vollblutzucht gilt dabei eine Pflicht zur Influenza und zur Herpesimpfung und nach der Grundimmunisierung wird die Wiederholung alle 6 Monate verlangt.

Ein wichtiger Aspekt der Planung ist auch der Standort des Hengstes.
Im Inland kann die Stute möglicherweise im Walk-In zum Hengst gefahren werden oder man lässt die Stute während einer oder mehrerer Rossezyklen auf dem Hengstgestüt eingestallt.
Das geht natürlich eher nicht, wenn der gebuchte Hengst weit entfernt steht oder gar im Ausland. Da in der Vollblutzucht ja nur der Natursprung und damit keine Besamung der Stute erlaubt ist muss die Stute zum Hengst reisen.
Das Walk-In, das meint die Stute wird nach Ultraschall Untersuchung und idealerweise kurz vor der Ovulation zur Bedeckung gefahren und im Anschluss wieder mit zurück gefahren, wird von vielen Vollblutgestüten favorisiert.
Der Stress für die Stute und vor allem ihr Immunsystem wird weniger belastet und der Züchter hat einen besseren Überblick in den Verlauf der Rosse und die weiteren Untersuchungen.
Vor allem für Stuten mit Fohlen bei Fuß empfehle ich das Walk-In.

Der obige Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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